Online-Seminarreihe zum mehrsprachigen Aufwachsen erfolgreich beendet

Aktualisiert: 24. Juni 2020

"Wie können Sie Ihr Kind in Deutsch und in Ihrer Familiensprache fördern?" lautete die zentrale Fragestellung der Seminarreihe Mehrsprachig aufwachsen, die das Projektteam von Mehrsprachigkeit leben! in Kooperation mit den Projekten Nachbarspracherwerb. Polnisch liegt nahe. und Sozialraumorientierte Arbeit mit Geflüchteten des ASB RV NB/MST an den vergangenen drei Mittwochnachmittagen durchführte.


Wenngleich zu dem Online-Seminar vor allem Eltern eingeladen waren, nahmen auch viele interessierte Fachkräfte aus der frühen Bildung und Schule in M-V und im Nachbarland Polen die Chance wahr, sich einzuloggen. Und um möglichst vielen Menschen die Teilnahme auch sprachlich zu ermöglichen, hatten die Veranstalter*innen für jeden Termin zusätzlich eine Übersetzung in einer weiteren Familiensprache organisiert; jeweils einmal russisch, arabisch und polnisch.


In den jeweils knapp 90 Minuten erklärte Claudia Seele zunächst, wie sich der Blick und der Erkenntnisstand in der Wissenschaft und (deutschen) Gesellschaft in den letzten Jahrzehnten zum Thema Mehrsprachigkeit gewandelt hat. Dabei räumte sie gleichzeitig mit diversen Mythen auf, die sich teilweise bis heute hartnäckig im gesellschaftlichen Leben, aber auch in manchen Kitas und Schulen halten. So geht die aktuelle Forschung bspw. keineswegs mehr davon aus, dass Kinder mit dem frühzeitigen, simultanen Erlernen mehrerer Sprachen überfordert sind und daher zunächst die eine Familiensprache perfekt beherrschen sollten, bevor sie eine weitere Sprache dazu erlernen könnten.


Anschließend gab sie den Eltern und Fachkräften noch weitere grundlegende Tipps, wie sie die Kinder bei einem freudvollen Spracherwerb unterstützen können und die Mehrsprachigkeit als Vorteil und Ressource der Kinder im (Einrichtungs-)Alltag genutzt werden kann.


"Vielen Dank für den interessanten Vortrag. Heute habe ich bestätigt bekommen, dass mein Bauchgefühl, bzw. wie ich das mit meinem eigenen Kind mache, stimmt!" resümierte eine Teilnehmerin am Ende der Veranstaltung spürbar erleichert.


Wir hoffen, dass dies vielen Teilnehmer*innen an den drei Nachmittagen so erging!


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